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Barockfagott




In der heutigen Aufführungspraxis für Werke Bachs, Telemanns oder Händels wird das Barockfagott meist auf a=415 Hz gestimmt, aber es gibt auch Varianten für italienische Musik, z.B. von Antonio Vivaldi in a=440 Hz und auch tiefer französische Stimmung (a’=392 Hz) für Werke Lullys, Hotteterres oder Charpentiers, allerdings sicher nicht in der Bandbreite wie es in seiner Entstehungszeit nötig war, jede Region hatte ein anderes Stimmungssystem, oft auch verschiedene Ensembles einer Stadt.
Das Barockfagott hatte Vorläuferinstrumente, die als Fagot(t), Dulcian, Curtal, Basson, Bajón oder Szort bezeichnet wurden. Waren sie einteilig, also aus einem Stück Holz gefertigt, würde man sie heute als Dulzian bezeichnen.
Das frühe Barockfagott hat aber schon einen geteilten Korpus aus Ahorn, Messing-S-Bogen und Klappen für Kontra-B, D, und F, dazu kam später die As-Klappe. Vielfach gab es gedrechselte Ringe an Flügel, Bassröhre und Schallstück nicht nur zur Zierde, sondern auch zur Befestigung der Mechanik (Wulstlagerung). Instrumente ohne Drechselverzierung hatten bockgelagerte Klappen. Der Stiefel ist unten (also der Abguss) mit Kork/Bienenwachs verschlossen.

Der Tonumfang beträgt Kontra B bis g’ oder a’.

Bekannte Instrumentenbauer, die Fagotte herstellten, waren beispielsweise Richard Haka (1646-1705, Amsterdam), Johann Christoph Denner (1655-1707, Nürnberg), Rottenburgh (Brüssel), Stanesby (London) und Andreas (1670-1721) und Johann Heinrich Eichentopf (1686-1769, ab 1716 in Leipzig). Das Mundstück des Barockfagotts ist größer (65 mm Länge,17 mm Breite) und etwas tulpenförmiger als ein Rohr für modernes Fagott.




Pflege:
Das Barockfagott hat noch keinen Kautschukeinsatz wie das moderne Fagott, also sollten vor allem Flügel und Stiefel gut gepflegt werden, nach dem Spielen gewischt und möglichst gut getrocknet gelagert werden.